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1747 ist das Gründungsdatum des Bades Brückenau. Die Tradition des guten Quellwassers an diesem Ort im Sinntal geht jedoch viel weiter in die Geschichte zurück. In einer Güterbeschreibung der Stadt Brückenau von 1674 wird die „Wiese bei dem sauern Bron“ zum erstenmal erwähnt. Damit ist die spätere „Stahlquelle“ und heutige „König-Ludwig-I-Quelle“ (alt) zum erstenmal historisch belegt.

 

Der Leibarzt des damaligen Fürstabts von Fulda, Dr. Schlereth, wurde bei einer Wanderung 1747 von einem Schäfer auf die Quelle im Wiesengrund aufmerksam gemacht. Er erkannte sofort deren Wert als Heilquelle und veranlasste noch 1747 die erste Fassung des „Gesundbrunnens“. Ein Aktenvorgang vom 03.09.1747 enthält die erste Skizze der neu gefassten Stahlquelle.

1749 wurde "mittels eines Bergbohrers" aus einem Felsen die "Wernarzer Quelle (heute Wernarzer alt) erbohrt und zusammen mit der "Sinnberger Quelle" provisorisch und 1767 endgültig gefasst.

Ein Bad in der Barockzeit war nicht nur ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor, sondern Teil fürstlicher Repräsentation. Der Führstabt von Fulda, Amand von Buseck, der 1752 zum Fürstbischof erhoben wurde, baute Bad Brückenau mit großem Aufwand zum Bischofsbad aus. Er verwirklichte das Ideal der barocken Badanlage in unberührter Natur. So entstand die noch heute vorhandene Achsenanlage des Bades im Barock.

Der Leibarzt des Fürstabts von Fulda, Dr. Schlereth gab bereits 1749 die erste medizinische Beschreibung des neuen Gesundbrunnens heraus. Sein Nachfolger als Leibarzt und Brunnenverantwortlicher, Dr. Adam Weikard, wurde so berühmt, dass er 1784 zum Hofarzt der russischen Zarin Katharina II berufen wurde. Die Folge davon war ein Zustrom russischer Adliger nach Bad Brückenau der bis zum 1. Weltkrieg und der russischen Revolution anhielt.

1816 kam Bad Brückenau im Zuge der Neuaufteilung Europas nach der Niederlage Napoleons an das Königreich Bayern. Auf seiner Inspektionsreise durch die neuen Gebiete kam Kronprinz Ludwig 1818 erstmal nach Brückenau. Der "Romantiker auf dem Königsthron" war begeistert von der klassischen Anlage in unberührter Natur. Vor allem die Ruhe dieses Ortes war es, die ihn in der Folge 26mal nach Bad Brückenau führte:

 

Hier erfuhr er 1825, dass er König geworden war - In den Sommermonaten wurde das Königreich Bayern oft monatelang von Bad Brückenau aus regiert, so dass fast der gesamte Hofstaat anwesend war - 1847 wurde Lola Montez, die umstrittene Geliebte des Königs, in Bad Brückenau versteckt

Nun gibt es auch in zahlreichen anderen Bädern der Zeit prachtvolle monumentale Anlagen. Was machte den besonderen Zauber Bad Brückenaus aus? König Ludwig I ließ nicht nur bauen, schon 1818 erging die erste Anordnung zum Schutz der Natur in Bad Brückenau. Der Schutz der Laubwälder, insbesondere der Eichen wurde verfügt. Bad Brückenau wurde in einen einzigartigen Waldpark verwandelt. Alte Bäume und Naturdenkmäler wurden in dieses Konzept eines englischen Parks integriert.

Eine besondere Pflege erfuhren die Quellen in der Zeit König Ludwig I. Ab 1826 bekamen die Quellen neue Fassungen und die Stahlquelle erhielt den im Anhang dokumentierten Brunnentempel mit Steinsäulen und Kuppeldach.

Die tiefe Liebe des Königs zu diesem Ort drückte sich in seinem umfangreichen persönlichen Engagement für Brückenau aus. 1830 brachte er seine Gefühle für diesen Ort in einem eigenen Gedicht zum Ausdruck.

Von 1827 bis 1833 wird das aufwendigste Bauwerk, der Kursaal errichtet. Dieser erste Bau der Neurenaissance in Deutschland erhält die Dimension der Walhalla bei Regensburg und stellt mit seinen komplett original erhaltenen Gemälden eines der wenigen Gebäude dieser Zeit in Deutschland dar. Leider nicht mehr erhalten ist das Interieur, insbesondere die wertvollen Porzellanservice der königlichen Tafel.

 

Bei der Grundsteinlegung am Geburtstag des Königs, am 25.08.1827 wurden drei Flaschen Mineralwasser, aus jeder Quelle eine Flasche, in den Grundstein eingemauert. Mit der pompösen Einweihung 1833 kam das königliche Bauprogramm in Bad Brückenau zu seinem Abschluss.

1897 wird das große Denkmal für König Ludwig I, das den König als Bauherrn darstellt, im Beisein seines jüngsten Sohnes, des Prinzregenten Luitpold von Bayern enthüllt. Ferdinand von Miller, der in München die Bavaria gegossen hat, schuf es aus Bronze.

Insgesamt entstanden 10 "königliche Plätze", die zumeist mit Namen königlicher Familienmitglieder bezeichnet wurden. Dabei wollte der König Bad Brückenau für die Menschen " schaffen und erhalten". In gleicher Weise sorgte er übrigens in München für die Popularität der Biergärten, indem er verfügte, dass dort die Speisen selbst mitgebracht werden durften.

 

Doch trotz aller königlichen Repräsentation standen die Quellen und das heilende Wasser auch in der Ludwigszeit im Mittelpunkt. König Ludwig I hatte mit schmerzhaften Steinleiden zu kämpfen. Gerade dagegen waren die Bad Brückenauer Wässer ideal. So wurde abgefülltes Bad Brückenauer Quellwasser auch in München gereicht.

Die bayerischen Könige und in ihrer Tradition nach dem 1. Weltkrieg der Freistaat Bayern kümmerten sich mit großem Engagement und kontinuierlich um die Quellen Bad Brückenaus. Eine bis in die heutige Zeit wirkende, absolut wegweisende Entscheidung war die 1908 erfolgte Ausweisung eines umfangreichen Heilquellenschutzgebietes. Damit wurde das Kapital Bad Brückenaus weit in die Zukunft hinein gesichert.

 

Sie wurden bereits 1908, also unmittelbar nach Einführung des ersten bayerischen Wassergesetzes, als Heilquellen staatlich anerkannt und durch Ausweisung des umfangreichen Heilquellenschutzgebiets geschützt.

Sehr bald schon nach der Gründung des Bades wurde der Wasserversand in Tonkrügen aufgenommen. Dazu entstand in der Nähe Brückenaus eine eigene Manufaktur für Tonkrüge. Im Unterschied zu anderen Heilbädern wurde die professionelle Abfüllung und Vermarktung im größeren Stil in Bad Brückenau jedoch erst 1909 aufgenommen.

Auch über der Wernarzer Heilquelle stand ein herrlicher, klassizistischer Brunnentempel der wegen Baufälligkeit 1911 durch den heute noch stehenden, von Elementen des Jugendstils geprägten Brunnentempel ersetzt wurde.

Die demokratische Tradition geht auf die Beratungen des Grundgesetzes der neuen Bundesrepublik Deutschland in Bad Brückenau zurück. Unter Teilnahme von Konrad Adenauer tagte der Ellwanger Kreis 1948 in Bad Brückenau. Nach Berichten von Teilnehmern wurden wesentliche Teile des Grundgesetzes und der Name "Bundesrepublik Deutschland" in Bad Brückenau formuliert.

Die ehemalige Stahlquelle wurde 1956 in "König-Ludwig-I-Quelle" umbenannt. Vermutlich seit der Sanierung 1908/1909 bis zur großen Tiefbohrung 1965 war die Fassung der Quelle inmitten des steinernen Rundtempels mit seinem Brunnenkranz aus Granit geschmückt. Auf diesem Brunnenkranz saß eine pyramidenförmige "Quellenhaube" aus Messing die mit einer, der bayerischen Königskrone nachempfundenen, symbolischen Krone geschmückt war. Die königliche Symbolik wurde auf Werbeplakaten noch nach dem Ende der Monarchie genutzt. Ein typisches Übergangsplakat zeigt das königlich bayerische Wappen über dem Bild Bad Brückenaus.

Seit der Tiefbohrung 1965 ist die Quelle 281m tief. Das führte auch zu etwas höheren Gehalten an Calcium und Magnesium im Quellwasser als früher.

Auch in neueren Gutachten (Prof. Höll 1989, Prof. Zilly 1990?) wurde der hohe gesundheitliche und diätetische Wert des Wassers der König-Ludwig-I-Quelle bestätigt. Das Wasser wird mit dem von Evian verglichen. Der medizinische Wert wurde in der Vorbeugung der Gicht, der Anregung des Magens und der Reduzierung des Cholesterinspiegels gesehen.

Es werden nur noch abgas- und lärmreduzierte Lkws eingesetzt.

 

Der Springbrunnen über der Ludwig-I.-Quelle, auch "Stein des Anstoßes" genannt, wird beseitigt und durch den neuen König-Ludwig-I. Pavillon ersetzt.

Umwandlung der Staatl. Mineralbrunnen GmbH in eine eigenständige Aktiengesellschaft. Die Siegsdorfer Petrusquelle GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Staatl. Mineralbrunnen AG. Einführung des "Öko-Controlling".

Erstmalige Veröffentlichung des Umweltberichts auch in leicht verständlicher Kurzform.

 

Die Vorbereitungen für das "EU-Öko-Audit" sind im Gange.

Ein neu erstelltes Logistikzentrum am Buchrasen mit 8.200 m² wird in Betrieb genommen.

 

"Validierung gemäß EU-Umwelt-Audit und Zertifizierung DIN EN ISO 14001. Die Siegsdorfer Petrusquelle lieferte den besten Umweltbericht des Mittelstandes und erreichte unter allen Umweltberichten den 2. Platz".

Einführung der 0,5l - Mehrwegglasflasche für Mineralwasser, Apfelschorle und Limonaden.

 

Gemeinsames "Buchrasenfest" aller am Gewerbegebiet angesiedelten Firmen. Der neue Buchrasen stellt sich vor. "Tag der offenen Tür" im neuen Logistikzentrum des Staatl. Mineralbrunnens.

Validierung der Staatl. Mineralbrunnen AG Bad Brückenau gemäß EU-Umwelt-Audit und Zertifizierung DIN EN ISO 14001. Revalidierung der Siegsdorfer Petrusquelle.

Zusammenfassend für beide Betriebe wurde mit einem Absatz von 121,7 Mio Füllungen ein Getränkeumsatz von 19,4 Mio € erwirtschaftet

Fertigstellung des Produktionsgebäudes und die Errichtung der PET-Abfüllanlage am Buchrasen. Ende Juni wurde die PET-Mehrweganlage in Betrieb genommen.

Zur Gewährleistung der gesetzlich vorgeschrieben Cargen-Rückverfolgbarkeit werden 300.000 € investiert.

Die Staatl. Mineralbrunnen AG wird Lohnabfüller für die Deutsche Sinalco GmbH.

Bad Brückenauer übernimmt die Lohnabfüllung für die Marke Schatzquelle.

Die Schatzquelle ist mit einem kompakten Sortiment erhältlich: spritzig,

medium und naturell in der praktischen 1-Liter-PET-Flasche sowie als 0,7-Litzer-Glasflasche.

Markenrelaunch Bad Brückenauer

Seit Anfang 2009 sind alle Produkte des Bad Brückenauer Sortiments auf das neue hochwertige Erscheinungsbild umgestellt. Gleichzeitig mit den neuen Etiketten wurde ein neuer Farbcode eingeführt:

 

Spritzig ist Blau, Medium ist Grün

Und naturell ist jetzt Silber.

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